Nachtspeicherheizung – Was ist das eigentlich?


Eine Nachtspeicherheizung wird mit Strom betrieben. Wie der Name schon verrät wird während der Nacht Strom in Wärme umgewandelt. Die Wärme wird in Speichersteinen innerhalb des Gerätes eingeschlossen und kann zu einem späteren Zeitpunkt (also tagsüber) abgerufen werden.

Die Isolation der Nachtspeicherheizung hält die gespeicherte Wärme (bis ca. 700° Celsius) in sogenannten Schamottsteinen fest. Durch Einschalten des Gerätes wird die gespeicherte Wärme über eingebaute Ventilatoren in den zu beheizenden Raum abgegeben.

Auf unseren Seiten finden Sie Tipps und Tricks zur stromsparenden Bedienung, Vor- und Nachteile sowie Informationen zur Montage oder Entsorgung von Nachtspeicheröfen.

Kosten

Nachtspeicherheizungen sind in vielen älteren Mietshäusern zu finden. Aber auch heute bewerben Anbieter und Stromkonzerne dieses Produkt noch. Das Argument ist der verbilligte Strombezug. Der Name sagt es aus: Der Strom wird nachts verbraucht, auch wenn tagsüber geheizt wird. Die meisten Stromanbieter unterscheiden zwischen Tag- und Nachtstrom, wobei der Nachtstrom für Kunden billiger ist. Der Hintergrund ist, dass nachts ebenfalls Strom produziert wird, der Verbrauch aber gering ist. Mit günstigen Tarifen soll für eine bessere Auslastung gesorgt werden.

Allerdings sind Nachtspeicherheizungen mittlerweile allein im Interesse der Stromanbieter und der produzierenden Unternehmen, nicht in dem der Kunden. In den Sechzigern und Siebzigern wurde diese Heizungsform vom Staat subventioniert, zudem waren die Strompreise noch deutlich niedriger. Diese Vorteile bestehen heute nicht mehr. Hinzukommt, dass der preisliche Unterschied zwischen Tag- und Nachtstrom heute in der Regel nicht mehr so hoch ist wie früher. Experten sind sich einig: Die Anschaffung einer Nachtspeicherheizung ist im Betrieb mit hohen Kosten verbunden. So schätzt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, dass die jährlichen Kosten im Vergleich zu einer Gas- oder Ölheizung in etwa doppelt so hoch sind.

Elektroheizung

Immernoch werben einige Anbieter mit dem Nachtstrom-Argument. Dabei sind Elektroheizungen genau wie die Nachtspeicherheizung längst mich mehr günstiger als andere Heizmethoden. Ganz im Gegenteil – Insbesondere Elektroheizungen die nicht mit Nachtstrom funktionieren sind als dauerhafte Heizlösung sehr teuer. Eine solche Heizung ist die sogar die teuerste aller Heizungsarten. Der Strom aus solchen Heizungen kostet wesentlich mehr als die gleiche Menge an Energie aus Öl, Fernwärme oder Gas.

Aus Sicht der Umwelt ist bei Nachtspeicheröfen/Nachtspeicherheizungen und Elektroheizungen der schlechte Wirkungsgrad. Der Strom “Aus der Steckdose” kommt in Wirklichkeit aus stark klimabelastenden Kohlekraft- oder Atomkraftwerken.

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